 |
Oberflächenbelastung
Unter der Oberflächenbelastung versteht man den Quotienten aus Leistung und Oberfläche.
Die Oberflächenbelastung wird meistens in W/cm² angegeben.
Die Wahl der Oberflächenbelastung ist zum einen von der Art des Heizelements und zum anderen von der
Art des Mediums abhängig.
Je schlechter das Medium die Wärme von der Oberfläche der Heizung abführen kann, oder je thermisch sensibler das
Medium ist, umso geringer muss man die Oberflächenbelastung wählen. Während bei konventionellen Wärmetauschern
die übertragbare Wärmemenge durch das Medium begrenzt wird, ist bei elektrischen Heizelementen die abgegebene
Wärmemenge konstant. Nahezu die komplette aufgenommene elektrische Leistung geht auf das Medium über. Ist die
Wärmeübertragung behindert (also die Oberflächenbelastung für diesen Fall zu hoch), so wird das Medium (und das
Heizelement) überhitzt.
Unterschiedliche Heizelementkonstruktionen haben unterschiedliche maximale Oberflächenbelastungen:
austauschbare Keramikpatronen max. ca. 6 W/cm²
unverdichtete Heizelemente mit Metallmantel max. ca. 8 W/cm²
verdichtete Heizelemente max. ca. 20 W/cm²
Höchstleistungs-Keramikheizpatronen max. ca. 100 W/cm²
Diese maximalen Oberflächenbelastungen können nur bei entsprechenden Medien erzielt werden.
Für die nachfolgend aufgeführten Medien haben sich in der Praxis diese Werte als brauchbar erwiesen:
Wasser 0°dH max. 20 W/cm²
Kreislaufwasser, sauerstoffarm, VDI 2035 max. 10 - 15 W/cm²
Trinkwasser < 18°dH max. 6 W/cm²
Trinkwasser > 18°dH max. 3 - 4 W/cm²
Wärmeträgeröl max. 4-10 W/cm²
Heizöl EL/ Diesel max. 4 W/cm²
Rapsöl max. 4 W/cm²
Hydrauliköl max. 1 - 2 W/cm²
Schweröl max. 2 W/cm²
Milch max. 1 W/cm²
Honig max. 0,5 W/cm²
Andere Medien werden ähnlich ausgelegt. Grundsätzlich können bei Medien, bei denen die Stoffdaten bekannt
sind, die maximal zulässigen Oberflächenbelastungen errechnet werden. Dies wird bei Wärmeträgerölanlagen
mit organischen Medien auch in der Norm (DIN 4754) gefordert. Bei der Berechnung muss auch berücksichtigt werden,
dass in Bereichen schlechter Durchströmung auch die Wärmeenergie hinreichend abgeführt werden muss. Dies führt
in der Praxis zu so großen Abschlägen, dass die oben genannten Werte auch ohne exakte Berechnung für die üblichen
Auslegungen benutzt werden.
|
|